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Deutschland Zuschuss

Balkonkraftwerk: was gilt und was nicht

Seit der Vereinfachung im EEG ist ein Steckersolargerät fast überall ohne Zustimmung des Netzbetreibers anschließbar. Die Regeln stehen im Gesetz und sind kurz — die verbreitetste Annahme darüber ist trotzdem falsch.

Stand: 03.08.2026

Die vier Regeln

Was das Gesetz ein Steckersolargerät nennt

Ein Gerät, das aus einer oder mehreren Solaranlagen, einem Wechselrichter, einer Anschlussleitung und einem Stecker zur Verbindung mit dem Endstromkreis eines Letztverbrauchers besteht.

§ 3 Nr. 43 EEG

Die Grenzen für das vereinfachte Verfahren liegen bei 2 kW installierter Leistung und 800 VA Wechselrichterleistung. Beide Werte zählen zusammen über alle Geräte hinter einer Entnahmestelle.

Der alte Zähler

Praktische Folge: ein rückwärtslaufender Ferraris-Zähler wird ersetzt, aber der Betrieb ist bis dahin nicht verboten — die Übergangsregelung steht genau dafür in der Überschrift des Paragrafen.

§ 10a Abs. 2 EEG

Und ein Zuschuss?

Vom Bund gibt es für Steckersolargeräte kein Förderprogramm. Zuschüsse zahlen einzelne Länder, Städte und Gemeinden — teils mehrere hundert Euro, teils befristet, bis die Mittel des Haushaltsjahres aufgebraucht sind.

Diese kommunalen Programme sind hier noch nicht erfasst. Sie ändern sich häufig und laufen oft mitten im Jahr aus; eine Liste, die das nicht mitführt, schickt Leute zu Programmen, die es nicht mehr gibt. Bis sie erhoben sind, hilft die Suche nach dem Namen Ihrer Stadt zusammen mit „Förderung Steckersolargerät" auf den Seiten der Kommune selbst.

Quellen

Fassung: Zuletzt geändert durch Art. 23 G v. 18.12.2025 I Nr. 347